Gebrauchte und runderneuerte Reifen – Reifenratgeber

Schnell ist es passiert, das Schlagloch wurde zu spät erkannt und wird mit zu hoher Geschwindigkeit durchfahren. Dank ausreichendem Reifendruck scheint weder die Felge, noch der Reifen Schaden genommen zu haben.

In Wahrheit jedoch ist lediglich der Felge nichts passiert. Unzählige, der feinen Fäden in der Seitenwand des Reifens, sind gerissen und die Lagen unter der Lauffläche können ebenfalls beschädigt worden sein, ohne dass dies im ersten Moment erkennbar ist. Die Folgen werden oftmals erst nach Hunderten von Kilometern oder nach einer vorsichtigen Fahrt auf einen Bordstein sichtbar.

Dieses unsichtbare Sicherheitsrisiko wird mit einem gebrauchten Reifen stets mitgekauft. Diese unsichtbaren Schäden sind selbst für den Reifenspezialisten nur dann erkennbar, wenn der Reifen eine extreme Unwucht aufweist. In den meisten Fällen hingegen kann auch er diese Schäden nicht erkennen. Aus diesem Grund muss vor dem Kauf gebrauchter Reifen dringend gewarnt werden und auch der Gebrauchtwagen sollte aus den gleichen Gründen umgehend mit neuen Reifen ausgestattet werden.

Runderneuerte Reifen sind im Grunde genommen nichts anderes als gebrauchte Reifen. Der Unterschied besteht einzig und allein in der Tatsache, dass auf diese Reifen eine neue Lauffläche aufvulkanisiert wurde, sie also ein neuwertiges Profil besitzen und der Gummi der Lauffläche noch nicht gealtert ist.

Mit Ausnahme der obersten Lage können auch bei dem runderneuerten Reifen Schäden des Unterbaus nicht erkannt werden und ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko fährt, trotz TÜV-Prüfung, ständig mit.

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